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CATWALK - EINE KATZENBÜHNE FÜR'S FOTOSTUDIO

 

 

Genau wie beim Westernreitsport brauchen wir auch für unsere 'FlashBengals' Bengalenzucht immer wieder mal Fotos im klassischen "Show- Style".  Bisher hatten wir dafür im Studio einen normalen Tisch verwendet und diesen mit nichtreflektierendem Stoff in zu den Katzen und zum Hintergrund  passender oder auch kontrastierender Farbe abgedeckt.

 

 

 

 

Die Aufnahmen sind damit einwandfrei geworden, aber die Arbeit war recht mühsam. Katzen im allgemeinen und Bengalen im besonderen sind recht eigenwillig und posen nie da, wo ich es eigentlich angedacht habe. Der Tisch bot viel zu viel Fläche und vor allem Tiefe, so dass ich oft zwar eine tolle Pose und und ein aufmerksames G'schau bekam, aber an einer Stelle, die nicht optimal ausgeleuchtet war oder wo der Hintergrund bereits knapp wurde. Das hat dann immer zusätzliche und im Grunde unnötige Nacharbeit erfordert.

 

 


 

Hier zum Beispiel liegen die Kätzchen süß zusammen auf dem Tisch, aber viel zu weit hinten. Da passt das Licht- Setup nicht, sie sind viel zu dunkel. Außerdem sind sie auch zu nah am Hintergrund, so dass die Falten im Stoff sichtbar werden.


 

 

Das reichliche Platzangebot auf dem Tisch macht es außerdem den Photocrashern zu leicht, sich mit ins Bild zu mogeln ;-)


 

 

Hier wieder ein Photocrasher, außerdem liegt Kater 'Fussel' zwar ganz toll da, aber zu weit links. Der Hintergrund, obwohl breiter als der Tisch, ist schon zu Ende.


 

 

Also wollte ich eine "Bühne", die viel weniger Platz bietet, so dass sich alle Bewegungen auf den optimal ausgeleuchteten Bereich konzentrieren. Außerdem sollte sie platzsparend sein, um sie nach getaner Arbeit wieder einfach verstauen zu können. Und transportabel wollte ich sie auch noch, da ich sie auch für's "mobile Studio" verwenden möchte. Fremde Katzen fotografiere ich lieber in deren Zuhause, dort sind sie einfach entspannter.

 

 


 

Der "Catwalk" im Rohzustand. Stabile Bretter aus Teakholz und Aluminiumrohre mit 20 Millimetern Durchmesser bilden einen stabilen Bock. Die seitlich daran befestigten, halbierten Kunststoff- Abwasserrohre (DN 150) machen eine schöne runde Kante, das gibt später mit dem Blitzlicht einen sanften Helligkeitsverlauf.

 

Die Katzenbühne ist 1,20 Meter lang, der gerade Mittelteil 20 Zentimeter breit. Die Höhe beträgt einen Meter, so dass ich auf einem Stuhl oder Hocker sitzend genau auf Augenhöhe mit meinen Models bin.

 

Zum aufräumen und zum transportieren sind die Füße steckbar und lassen sich in Sekunden  ganz einfach an- und abbauen.

 

Zu meinem Glück hat die Qualitätskontrolle bisher keine Einwände, Stabilitäts- und Komforttest bestanden ;-)

 

Die ganze Bühne habe ich mit einem preisgünstigen Messe- Teppichboden bespannt (für die noch offenen Enden muss ich mir noch etwas schönes einfallen lassen), mit seiner filzigen Struktur gibt der eine gute rutschfeste Unterlage. Den Stoff der Wahl kann man somit einfach drauflegen und unten mit ein paar von den üblichen Klammern befestigen.


 

 

Als ich die Katzenbühne nach der Montage ins Haus getragen habe bin ich nicht weit gekommen... die ganz fotobegeisterten Bengalen Nala, Lucy und Momo wollten natürlich das ganze gleich mal gründlich erforschen und testen. Dabei herausgekommen sind be- rauschende Aufnahmen, denn unsere Wohnzimmerbeleuchtung ist eher von der schummerigen Art. Da hat sich die zur Dokumentation verwendete Nikon D80 schon arg schwer getan... (35mm  |  1/60s.  |  ISO 3200 = Hi 1.0 = max.)

 

 


 

Damit sich dunkle Katzen gut vom Hintergrund abheben und auch um gegebenenfalls im Bildhintergrund gleich bei der Aufnahme eine Vignette erzeugen zu können, hatte ich früher immer einen dritten Blitz mit heruntergedrehter Leistung unter dem Tisch stehen. Bei der Katzenbühne habe ich gleich an der Unterseite noch je eine Halterung für Studio- ("Spigot") und Aufsteckblitz angebracht, so spare ich mir das dritte Stativ. 

 

 

 

Mehr oder weniger so sieht mein Setup aus (Klick für größere Ansicht):



 

 

9. Dezember 2018

 

Heute war ein perfekter Tag um den Catwalk zu verwenden: Von früh bis spät Sauwetter mit Sturm und Regen. Da waren alle Models richtig froh um etwas Indoor- Abwechslung. Selbst in der Enge meines Office ließ sich das Setup wunderbar unterbringen:

 

 


Mink- Bengalin "Bruce" Lucy, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 90mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200
Mink- Bengalin "Bruce" Lucy, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 90mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200
Lynx- Bengalkater Little Whitey, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 108mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200
Lynx- Bengalkater "Little" Whitey, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 108mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200
Bengalin "The Boss" Nala, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 70mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200
Bengalin "The Boss" Nala, Canon EOS 1Ds Mark-III & 70-200 1:2,8 L & 5 Aufsteckblitze & 2 Schirme | 70mm | Blende 5,6 | 1/250s. | ISO 200

 

 

Bei den agilen Bengalkatzen verwende ich übrigens Aufsteck- statt Studioblitze, weil diese bei reduzierter Leistung (meistens 1/16) eine erheblich kürzere Abbrenndauer haben. Mit den normalen Studioblitzen (t0,5 1/800 - 1/1000s.) gelingt es mir nicht, sie ohne Bewegungsunschärfe abzubilden. Selbst das, was auf manchen Bildern so "statisch" aussieht, ist nur ein eingefrorener Moment im ständigen Gewusel und Gezappel ;-)

 

 


 

 

Falls Du das ganze nachbauenswert findest - nur zu!   Ich würde mich über eine kurze Email mit "danke" o.ä. freuen :)

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